Geschichte
Als die Wirtschaft durch die Auswirkungen des 1. Weltkrieges am Boden lag, fanden sich in der Industriestadt Schönebeck Menschen zusammen, die zur Minderung der Wohnungsnot am 6. Mai 1921 den Spar- und Bauverein für Schönebeck und Umgegend eGmbH gründeten.

Damit war das Fundament für die Entwicklung und jahrzehntelange erfolgreiche Arbeit unserer Gemeinnützigen Schönebecker Wohnungsbau-Genossenschaft gelegt.


Die ersten Wohnhäuser des Vereins an
der damaligen Wilhelmstraße


Ehemalige Wilhelmstraße von Frohse
aus gesehen

Begonnen wurde 1922 im genossenschaftlichen Geist mit dem Bau von Kleinwohnungen, die dringend benötigt wurden.

Unvergessen bleibt in der Geschichte unserer Genossenschaft die Unterstützung durch den Magistrat der Stadt Schönebeck, welcher den Bau der ersten Wohnungen durch Bereitstellung von preiswertem Baugelände in der heutigen Wilhelm-Helge-Straße, rechts der sogenannten »Ochsenbahn«, überhaupt ermöglichte.


Wohnhäuser Welsleber Straße
Die besonders in den ersten Jahren des Bestehens der Genossenschaft vorhandene wirtschaftliche Not der Bürgerinnen und Bürger durch Inflation und Geldentwertung hat unserer Genossenschaft zahlreiche schmerzliche Verluste zugefügt. Doch sie erwies sich als krisenfest und konnte ihre Bautätigkeit von Jahr zu Jahr steigern. Trotz dieser Not haben die Genossenschaftsmitglieder stets zusammengehalten und eine umsichtige Finanzpolitik als Grundlage der Entwicklung betrieben.

Durch die politische und wirtschaftliche Situation nach dem 2. Weltkrieg wurde der Genossenschaft das eigenverantwortliche Handeln genommen und die Neubautätigkeit durch die staatlichen Organe bewußt verhindert. Dem Einfallsreichtum des damaligen Vorstandes und insbesondere der Eigeninitiative unserer Mitglieder ist es zu verdanken, dass unsere Häuser die 40 Jahre Sozialismus überstanden haben.


Wohnhäuser am ehemaligen Felgeleber Weg,
heute Hermann-Kasten-Straße

Ecke Dr.-Martin-Luther-Straße/
Lessingstraße
Unter dem Motto »Eine Hand wäscht die andere« wurden Fenster eingebaut, Bäder saniert oder geschaffen und natürlich immer wieder Baumaterialien organisert. Verantwortungsbewußtsein gegenüber dem genossenschaftlichen Eigentum prägte das Verhalten unserer Mitglieder in den Wohneinheiten.

Kurz vor der Wende im Jahre 1989 stand unsere Genossenschaft erneut vor einer schwierigen Situation. »Verordnet« wurde der Zusammenschluß von GWG und AWG, der jedoch durch umsichtiges Verhalten des Vorstandes verhindert wurde. Mit der Wende und dem Umbruch in die Marktwirtschaft wurde auch in unserer Genossenschaft eine neue Epoche eingeleitet. Mit der Unterstützung des damaligen Vorstandes und des heutigen Aufsichtsrates wurde der Grundstein für eine positive Weiterentwicklung der Genossenschaft gelegt

Einsatzbereitschaft unserer Mitarbeiter und ihre Fachkompetenz machten einen weiteren erfolgreichen Weg möglich, der sich - für jeden sichtbar - an und in unseren Häusern widerspiegelt.


Wohnhaus Bahnhofstraße

Wohnhäuser ehemalige Rosestraße, heute Johannes-R.-Becher-Straße